Über Fiowell®

Gibt es für uns Frauen ein Leben ohne Kosmetik?

Ich denke, eher nicht. Zumindest was die reine Hautpflege betrifft möchten wir uns doch früher oder später mit einer sinnvollen Hautpflege befassen. So erging es auch mir, als ich mich mit Anfang 30 erstmals intensiver mit der wirkungsvollen Verlangsamung des biologisch Unausweichlichen befasst habe. Lange Zeit habe ich jedoch den Versprechungen der konventionellen Kosmetikindustrie Glauben geschenkt, ohne die Sinnhaftigkeit der darin verwendeten Inhaltsstoffe und die verheißungsvoll angepriesenen Wirkversprechen ernsthaft zu hinterfragen. 

Studien belegen: Wird bereits frühzeitig, mit etwa Anfang 20, dem Beginn der natürlichen Hautalterung durch Anwendung von wirkstoffreicher Naturkosmetik entgegengewirkt, so können deutlich bessere Resultate erzielt werden, als bei verzögertem Einsatz in höherem Lebensalter.
Dies änderte sich erst mit zunehmendem Bewusstsein über die oftmals verwendeten Inhaltsstoffe bzw. deren Ursprung und Gewinnung. Mein Interesse an Naturkosmetik war geweckt. Es folgten Jahre des Testens und Rumexperimentierens, nicht nur an mir selbst, sondern auch zunehmend bei meiner besseren Hälfte (danke dir, das du die manchmal doch recht wilden Testreihen, wenn auch mit leisem knurren, so doch meistens gerne mitgemacht hast ;). Denn man glaubt es ja kaum, aber auch die Männerhaut will anständig gepflegt werden. Ich will ja schließlich keinen verschrumpelten Kartoffelsack neben mir rumlaufen haben (du weißt, wie ich das meine ;).

ranke_olive.jpg


Mit zunehmender Erfahrung in der Anwendung von bestehender Naturkosmetik wurde mir klar, das es auch hierbei auf eine ausgewogene Rezeptur und Qualität der hoffentlich vorhandenen Wirkstoffkomponenten ankommt. Leider ist dies nicht durchweg selbstverständlich, da auch hier Kostendruck und der vorherrschende Wille zur Gewinnmaximierung oft schwerer wiegt, als das Bestreben, das bestmögliche Produkt in einem Segment auf den Markt zu bringen. Hier sah ich die Möglichkeit, mit hochwertiger Wirkstoffkosmetik einen Mehrwert für meine künftigen Kunden zu schaffen. Wenn die großen Player dieses Feld nicht besetzen wollen, umso besser. Ein kleiner Newcomer zu sein, muß in diesem Marktfeld kein Nachteil sein, wenn man seinen Kunden ein ehrliches Produkt zu einem guten Preis anbieten kann.

Irgendwann habe ich mich gefragt, warum es eigentlich keine hochwertige, am besten sogar zertifizierte Naturkosmetik in einer nachhaltigen Verpackung gibt. Alles was mir zu diesem Thema in die Finger kam, war entweder Etikettenschwindel oder bestenfalls pseudonachhaltig im Sinne von „ wir lassen etwas Umverpackung weg und schwupps sind wir grün“. Das muß doch auch besser gehen, war meine Überzeugung. Nur, warum macht es keiner? Das Thema hatte mich gepackt. Je mehr ich mich mit nachhaltiger Verpackung auseinandersetzte und dies auch im Kreise meiner Freundinnen und Bekannten diskutierte, umso stärker wurde mein Wunsch, dieses offensichtliche Brachland sinnvoll zu beackern.
Nun ist es ja mal so, das kosmetische Produkte eine recht sensible und bekeimungsfreudige Angelegenheit sind. Man konnte sich der Sache also nicht mit den üblichen nachhaltigen Werkstoffen nähern, die man in anderen Produktfeldern mittlerweile schon gewohnt ist. Kosmetikverpackung muss mehr können, als man denkt. Bei einem Messebesuch bin ich dankenswerterweise auf eine neue Art nachhaltiger Verpackung gestoßen. Es handelt sich zwar um Kunststoff, aaaber der Ausgangsrohstoff ist hierbei nicht mehr Erdöl, sondern, man höre und staune, Zuckerrohr und die Abfälle daraus. Und das Beste daran, die Produkte sind bereits marktreif verfügbar. Ich habe mich damals nur gefragt, warum macht’s denn keiner? Heute weis ich, das dieser Kunststoff, der übrigens 1 zu 1 die gleichen stofflichen Eigenschaften besitzt wie das Pendant aus dem leidigen Erdöl, leider etwas teurer zu beziehen ist. Darin dürfte wohl der Hauptgrund für seine schleppende Vermarktung zu sehen sein. Aber bei einer neuen kleinen Firma, die zudem nicht dem Shareholder Value verpflichtet ist, kann man so ein unternehmerisches Wagnis durchaus mal angehen, so meine damalige Überzeugung.

Nach einigen Widrigkeiten und kleineren Rückschlägen ist es nun jedoch vollbracht. Mit ein wenig Stolz können wir heute auf unsere erste kleine Produktlinie zertifizierter Naturkosmetik, befüllt in Kunststofftuben aus nachhaltigem PE (wird auch als Green-PE beworben) blicken. Doch dies soll erst der Anfang sein. Wenn die erste Charge dieser, wie wir finden, sinnvollen Kosmetikprodukte freudige Abnehmer findet, soll die Produktpalette zügig erweitert werden. Damit wäre dann auch langfristig etwas Sinnvolles zur Ressourcenschonung auf unserer Erde beigesteuert. Wir sind jedenfalls bereit, diesen Weg noch weiter zu gehen. Bist du bereit, diesen Weg mit uns zu gehen?

Wir haben noch einige spannende Ideen zur Verwirklichung. Hinterlasse gerne einen Kommentar mit Anregungen weiter unten.

ranke_argan.jpg